Achtung, fertig, Held!

Welches Lastenfahrrad passt zu uns?

Wichtige Fragen und Entscheidungshilfen

Spätestens nach dem ersten großen Einkauf mit Fahrrad, Kind und Kegel schaut man sich sehnsüchtig nach einem Lastenfahrrad um. Doch welches ist das Richtige und auf was muss man achten? Wir haben hier ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Reicht nicht auch ein Anhänger?

Für einen Anhänger spricht, dass er kostengünstig, einfach unterzubringen und flexibel an verschiedene Fahrräder anzubringen ist. Wer aber mehr als zwei Kinder oder ein Kind über sieben Jahre transportieren möchte, braucht eine andere Lösung, denn das ist in Anhängern nicht erlaubt.

Was kann ein Lastenfahrrad?

In einem Lastenfahrrad ist deutlich mehr Platz und auch mehr Zuladung erlaubt (meist bis etwa 200 kg). Bei vielen Lastenrädern sitzen die Kinder vorne – also immer im Blick und besser für die Kommunikation. Gewöhnungsbedürftig ist die etwas starrere Lenkung. Und es braucht eine größere Abstell- bzw. Unterstellmöglichkeit. Die Kosten liegen so in etwa zwischen 1.500 und 2.700 Euro.

Zwei oder drei Räder?

Das zweirädrige Lastenrad ist flexibler in den Kurven, und schmaler, also das Richtige für die, die sportlich unterwegs sind und nur ein bis zwei Kinder transportieren möchten.

Das dreirädrige Lastenrad braucht zwar mehr Platz in der Unterbringung, ist dafür aber kippsicher und gut geeignet für den Stopp-and-Go-Stadtverkehr. Hier gibt es drei Lenkungsarten:

  • Achsschenkellenkung: Räder und Lenker drehen mit, der Transportkasten bleibt gerade.
  • Drehschemellenkung: Räder, Lenker und Transportkasten drehen sich mit.
  • Neigetechnik: Sorgt für ein Motorrad-Feeling, indem man sich in den Kurven mit dem Rad neigt. So fährt es dynamischer.

Dann auch gleich mit Antrieb?

Ein Elektro-Lastenrad bietet sich an, wenn steilere Strecken oder größere Lasten bzw. mehrere Kinder damit zu bewältigen sind. Diese Räder können dann bis zu 5.000 Euro kosten.

Je höher die Last und die Geschwindigkeit, desto wichtiger sind:

  • gute Bremsen
  • stabile Straßenlage bei hohen Geschwindigkeiten
  • eine gute Federung

Und achten Sie auch darauf, dass der Akku aufgrund der Diebstahlgefahr abschließbar, aber auch unkompliziert auszubauen ist, da er nicht über längere Zeit am geparkten Fahrrad verbleiben sollte.

Oder lieber doch das Auto nehmen?

Vor allem in der Stadt hat ein Lastenfahrrad gegenüber dem Auto oft deutliche Vorteile: auf Kurzstrecken ist man schneller, man lässt den Stau links liegen, findet leichter einen Parkplatz, schont die Umwelt und tut sich ganz nebenbei mit der Bewegung etwas Gutes.

Wie sorgt man für mehr Sicherheit?

  • Die Außenwände der Transportbox sollten robust und stabil sein, komplett geschlossen oder mit hohen Wänden, damit die Kinder geschützt sind.
  • Sie sollte dabei jedoch maximal bis auf Lenkerhöhe reichen, um Ihre Sicht nicht zu beeinträchtigen.
  • Sitze mit Gurtsystem halten das Kind da, wo es bleiben soll.
  • Kinder sollten auch im Lastenrad einen Helm tragen. Der Sitz sollte dann auch so gestaltet sein, dass der Kopf mit dem Helm beim Anlehnen nicht abknickt.
  • Unbedingt vorab ein paar Übungsrunden ohne Kinder drehen, um ein gutes Fahrgefühl zu entwickeln.

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Das gewisse Extra

Bei der Sonderausstattung gilt das Motto: Jeder, wie er es braucht. Hilfreich können beispielsweise sein:

  • Regen- bzw. Sonnenschutz
  • Maxi-Cosi-Halterung
  • Federung
  • Zusatzbeleuchtung für die Transportboxen
  • Spiegel
  • Feststellbremse
  • elektrische Schiebehilfe

Die rechtliche Lage

Lastenräder ohne oder mit Tretunterstützung bis maximal 25 km/h gelten als Fahrräder, es gelten also die gleichen Rechte und Pflichten. So darf man beim Abstellen oder Parken auf dem Gehweg keine Fußgänger behindern. Es gilt aber folgender Zusatzbonus: Lastenräder dürfen auch auf der Fahrbahn geparkt werden.

Tipps zum Handel und zur Förderung

  • Die Lastenräder sind so unterschiedlich wie unsere Bedürfnisse – lassen Sie sich von einem Fachhändler im Detail beraten.
  • Machen Sie vor dem Kauf unbedingt eine Probefahrt – vielleicht sogar mit unterschiedlichen Modellen.
  • Denken Sie auch beim Lastenrad an den jährlichen Check beim Fahrradhändler.
  • Einige Händler bieten auch eine Wintereinlagerung an.
  • Viele Städte fördern den Kauf von Lastenrädern. Fragen Sie vor dem Kauf beim Bürgeramt oder Fachhändler nach entsprechenden Förderprogrammen.